Volle Düse Tränendrüse

Foto © Lutz Winkler

Romy Gehrke (MDR-Fernsehen)

“Das Buch zum Filmriss: Sie treffen darin auch junge Alt-Achtundsechziger und viel Kurioses.”

MDR THÜRINGEN JOURNAL – Aus der Bücherkiste – Februar 2020

Katja Pausch, Mitteldeutsche Zeitung

Es gibt Neues vom „Sünder Mann“. Nicht vom eigenen, der Frauen zuerst einfällt, sondern von einer Figur, die der Autor Detlef Färber erfunden und vor Jahren in seinem Buch „Sünder Mann führt Gründe an“ … bedichtet hat. Nun wird zu den Versen die Prosa nachgeliefert: Mit einem Schwank aus Herrn Sündermanns ferner Jugend, als ihm mitten in seinen Pubertätswirren eine hübsche aber strenge Nachrichtensprecherin des Ostfernsehens zwar nicht die Unschuld aber Teile des Nachtschlafs raubte. Jahrzehnte später verbringt er dann halbe Nächte mit „www, dem Weltweitweib“, und bald könnte es ihm, wie anderen „Lustpiraten“, als „Schuldigmann“ endlich an den Kragen gehen.

„Volle Düse Tränendrüse“ heißt Färbers neues Buch… mit über hundert eigenständigen Kurzgeschichten, Satiren und Gedichten „Die meisten Texte sind Miniaturen über Zäsuren“, sagt der Autor auf die Frage nach einem roten Faden in der illustren Sammlung. Entsprechend lautet der Untertitel: „Das Buch zum Filmriss“… Nicht zu vergessen die „Tränen“! Detlef Färber, der einst auch für das Berliner Satiremagazin „Eulenspiegel“ geschrieben hat, beginnt sein inzwischen viertes Buch mit einer skurrilen und eigentlich unglaublichen Geschichte, die in den Stunden des Falls der Berliner Mauer in deren unmittelbarer Nähe spielt. „Die eine Nacht fürs Leben“ heißt sie …

Meine philosophische Friseuse

Annerose Kirchner, „Ostthüringer Zeitung“

Detlef Färber spitzt seine Schreibfeder auf hohem Niveau. Das seit langem. Deshalb hält er jetzt Rückschau auf 25 Jahre Hintersinn … ausgewählt für den Band „Meine philosophische Friseuse“. In vier Kapiteln, illustriert von Thomas Leibe, geht es bissig, absurd und grotesk zu, mit dem Blick auf das Auf und Ab unseres Lebenstheaters, in dem die kleinen Dinge – wie Zahncreme, Wischhandy, Modekataloge oder das Sofa als ,Thron des kleinen Mannes’ oder das Kleingedruckte über das Große und Ganze bestimmen. Sogar der Käse zum Frühstück macht Appetit auf die Beschäftigung mit der Weltgeschichte … Färber öffnet sich und uns die Augen … ergo sollte man beim Lesen dieser überraschenden Satiren mit ihren klugen Pointen den Grips einschalten. Mit-Denken ist angesagt.

Katja Pausch, „Mitteldeutsche Zeitung“

Ist die Frisur erst ruiniert, liest es sich ganz ungeniert. Bewiesen hat das Detlef Färber bei einer Lesung im voll besetzten Palais S. Nicht, dass Färber ein Problem mit seinen Haaren hätte. Nein, nein, dafür hat er ja seine Friseuse. Mandy heißt sie, die Meisterin der scharfen Schere. So nah wie sie kommt ihm (fast) keine. Körperlich – wenn sie ihren Busen an das „Opfer“ auf dem Friseurstuhl heranschiebt – und auch gedanklich nicht. Denn Mandy ist auch eine Meisterin der stillen Konversation. Kostproben aus den geheimen Gedankengängen, zu denen die „philosophische Friseuse“ Färber animiert, gab der Autor seinen geneigten Hörern zunächst in voller Naturhaarpracht seiner ganzen „zwei Millimeter“. Oh, jetzt haben wir die Einstellung des Schermessers verraten … Sei’s drum. Färber macht immer eine gute Figur – selbst mit Badekappe als stilisierter Halbglatze. Dass er früher mal ein echter Hippie war (und damals vermutlich jahrelang keine Mandy Hand anlegen durfte), bewies seines äußerst witzigen Auftritts dritter Akt: mit echter Langhaarperücke.

Die „philosophische Friseuse“ ist wieder da – MITTELDEUTSCHE ZEITUNG (14.09.2018)

Sünder Mann führt Gründe an

Annerose Kirchner, „Palmbaum“ (Literarisches Journal)

Der Satiriker macht weiter und legt nun unter dem Titel „Sünder Mann führt Gründe an“
76 „Unkorrekte Gedichte“ vor, die sich mit Wonne lesen lassen. In drei Kapiteln („Nur das Eine“, „Mystik zum Frühstück“ und „Rilke für Silke“) zeigt der Wortakrobat heiter und gelassen, demütig, sarkastisch und manchmal traurig, wie es um die Beziehung zwischen Mann und Frau bestellt ist … Die Verse kullern wie Perlen, mit Reimen, die es in sich haben.

Matthias Biskupek, „Eulenspiegel“

Detlef Färber unterschreibt sein Buch „Sünder Mann führt Gründe an“ mit „Unkorrekte Gedichte“… Weil er elegant klingende Reime mischt, könnte ich mir das Bändchen als Brettl-Drehbuch vorstellen.

Katja Pausch, „Mitteldeutsche Zeitung“

Der verrückten Vor-89-Jugend, zu der er selbst gehört, nimmt der Autor die Beichte ab. Und vor allem all die Ungereimtheiten ihres lockeren Lebens- und Liebeswandels packt er in Reime.

Märchenstraße 4 wohnt Familie Wir

Mareike Schulz in „Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien“ (AjuM)

„Durch die gereimte Form der Gedichte (Paarreim, Haufenreim) wird eine besondere Sprachmelodie und Rhythmik erzeugt, die vor allem Kinder im Vor- und Grundschulalter anspricht. Die Idee des Buches, eine ganze Straße mit Märchenfiguren und fantastischen Wesen zu bevölkern, bietet Stoff für viele Geschichten. Wer wohnt in einer Märchenstraße? Im Rahmen einer „Schreibspielwiese“ (Kreisarbeitsgemeinschaft schreibender Grundschulkinder) wurde auch eine Reise in diese besondere Straße unternommen … ein Gedicht aus dem Zyklus (diente) als Schreibimpuls, um die verrückten Hausgemeinschaften anschaulich zu machen. Die Schüler verfassten daraufhin eigene gereimte Märchenstraßengedichte …“ (getroffene Buchbewertung: empfehlenswert)

Christine Bose, „Jim-Magazin“

Wichtiger Tipp für alle Babysitter: Wenn die ahnungslosen Eltern zurück sind und die lieben Kleinen puntzmunter in den Betten sitzend vorfinden, liegt das nicht etwa an der Unfähigkeit des Babysitters. Nein, es liegt garantiert an der Märchenstraße 4 …“. Denn dann hat das Buch dafür gesorgt, dass die kleinen Leser oder Zuhörer vor Lachen oder auch vor lauter vom Buch geweckter Abenteuerlust nicht in den Schlaf gefunden haben.

Nessie taucht an der Saale auf – MITTELDEUTSCHE ZEITUNG (26.02.2018)

Volle Düse Tränendrüse

Volle Düse Tränendrüse

Foto © Lutz Winkler

Romy Gehrke (MDR-Fernsehen)

“Das Buch zum Filmriss: Sie treffen darin auch junge Alt-Achtundsechziger und viel Kurioses.”

MDR THÜRINGEN JOURNAL – Aus der Bücherkiste – Februar 2020

Katja Pausch, Mitteldeutsche Zeitung

Es gibt Neues vom „Sünder Mann“. Nicht vom eigenen, der Frauen zuerst einfällt, sondern von einer Figur, die der Autor Detlef Färber erfunden und vor Jahren in seinem Buch „Sünder Mann führt Gründe an“ … bedichtet hat. Nun wird zu den Versen die Prosa nachgeliefert: Mit einem Schwank aus Herrn Sündermanns ferner Jugend, als ihm mitten in seinen Pubertätswirren eine hübsche aber strenge Nachrichtensprecherin des Ostfernsehens zwar nicht die Unschuld aber Teile des Nachtschlafs raubte. Jahrzehnte später verbringt er dann halbe Nächte mit „www, dem Weltweitweib“, und bald könnte es ihm, wie anderen „Lustpiraten“, als „Schuldigmann“ endlich an den Kragen gehen.

„Volle Düse Tränendrüse“ heißt Färbers neues Buch… mit über hundert eigenständigen Kurzgeschichten, Satiren und Gedichten „Die meisten Texte sind Miniaturen über Zäsuren“, sagt der Autor auf die Frage nach einem roten Faden in der illustren Sammlung. Entsprechend lautet der Untertitel: „Das Buch zum Filmriss“… Nicht zu vergessen die „Tränen“! Detlef Färber, der einst auch für das Berliner Satiremagazin „Eulenspiegel“ geschrieben hat, beginnt sein inzwischen viertes Buch mit einer skurrilen und eigentlich unglaublichen Geschichte, die in den Stunden des Falls der Berliner Mauer in deren unmittelbarer Nähe spielt. „Die eine Nacht fürs Leben“ heißt sie …

Meine philosophische Friseuse

Meine philosophische Friseuse

Annerose Kirchner, „Ostthüringer Zeitung“

Detlef Färber spitzt seine Schreibfeder auf hohem Niveau. Das seit langem. Deshalb hält er jetzt Rückschau auf 25 Jahre Hintersinn … ausgewählt für den Band „Meine philosophische Friseuse“. In vier Kapiteln, illustriert von Thomas Leibe, geht es bissig, absurd und grotesk zu, mit dem Blick auf das Auf und Ab unseres Lebenstheaters, in dem die kleinen Dinge – wie Zahncreme, Wischhandy, Modekataloge oder das Sofa als ,Thron des kleinen Mannes’ oder das Kleingedruckte über das Große und Ganze bestimmen. Sogar der Käse zum Frühstück macht Appetit auf die Beschäftigung mit der Weltgeschichte … Färber öffnet sich und uns die Augen … ergo sollte man beim Lesen dieser überraschenden Satiren mit ihren klugen Pointen den Grips einschalten. Mit-Denken ist angesagt.

Katja Pausch, „Mitteldeutsche Zeitung“

Ist die Frisur erst ruiniert, liest es sich ganz ungeniert. Bewiesen hat das Detlef Färber bei einer Lesung im voll besetzten Palais S. Nicht, dass Färber ein Problem mit seinen Haaren hätte. Nein, nein, dafür hat er ja seine Friseuse. Mandy heißt sie, die Meisterin der scharfen Schere. So nah wie sie kommt ihm (fast) keine. Körperlich – wenn sie ihren Busen an das „Opfer“ auf dem Friseurstuhl heranschiebt – und auch gedanklich nicht. Denn Mandy ist auch eine Meisterin der stillen Konversation. Kostproben aus den geheimen Gedankengängen, zu denen die „philosophische Friseuse“ Färber animiert, gab der Autor seinen geneigten Hörern zunächst in voller Naturhaarpracht seiner ganzen „zwei Millimeter“. Oh, jetzt haben wir die Einstellung des Schermessers verraten … Sei’s drum. Färber macht immer eine gute Figur – selbst mit Badekappe als stilisierter Halbglatze. Dass er früher mal ein echter Hippie war (und damals vermutlich jahrelang keine Mandy Hand anlegen durfte), bewies seines äußerst witzigen Auftritts dritter Akt: mit echter Langhaarperücke.

Die „philosophische Friseuse“ ist wieder da – MITTELDEUTSCHE ZEITUNG (14.09.2018)

Sünder Mann führt Gründe an

Sünder Mann führt Gründe an

Annerose Kirchner, „Palmbaum“ (Literarisches Journal)

Der Satiriker macht weiter und legt nun unter dem Titel „Sünder Mann führt Gründe an“
76 „Unkorrekte Gedichte“ vor, die sich mit Wonne lesen lassen. In drei Kapiteln („Nur das Eine“, „Mystik zum Frühstück“ und „Rilke für Silke“) zeigt der Wortakrobat heiter und gelassen, demütig, sarkastisch und manchmal traurig, wie es um die Beziehung zwischen Mann und Frau bestellt ist … Die Verse kullern wie Perlen, mit Reimen, die es in sich haben.

Matthias Biskupek, „Eulenspiegel“

Detlef Färber unterschreibt sein Buch „Sünder Mann führt Gründe an“ mit „Unkorrekte Gedichte“… Weil er elegant klingende Reime mischt, könnte ich mir das Bändchen als Brettl-Drehbuch vorstellen.

Katja Pausch, „Mitteldeutsche Zeitung“

Der verrückten Vor-89-Jugend, zu der er selbst gehört, nimmt der Autor die Beichte ab. Und vor allem all die Ungereimtheiten ihres lockeren Lebens- und Liebeswandels packt er in Reime.

Märchenstraße 4 wohnt Familie Wir

Märchenstraße 4 wohnt Familie Wir

Mareike Schulz in „Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien“ (AjuM)

„Durch die gereimte Form der Gedichte (Paarreim, Haufenreim) wird eine besondere Sprachmelodie und Rhythmik erzeugt, die vor allem Kinder im Vor- und Grundschulalter anspricht. Die Idee des Buches, eine ganze Straße mit Märchenfiguren und fantastischen Wesen zu bevölkern, bietet Stoff für viele Geschichten. Wer wohnt in einer Märchenstraße? Im Rahmen einer „Schreibspielwiese“ (Kreisarbeitsgemeinschaft schreibender Grundschulkinder) wurde auch eine Reise in diese besondere Straße unternommen … ein Gedicht aus dem Zyklus (diente) als Schreibimpuls, um die verrückten Hausgemeinschaften anschaulich zu machen. Die Schüler verfassten daraufhin eigene gereimte Märchenstraßengedichte …“ (getroffene Buchbewertung: empfehlenswert)

Christine Bose, „Jim-Magazin“

Wichtiger Tipp für alle Babysitter: Wenn die ahnungslosen Eltern zurück sind und die lieben Kleinen puntzmunter in den Betten sitzend vorfinden, liegt das nicht etwa an der Unfähigkeit des Babysitters. Nein, es liegt garantiert an der Märchenstraße 4 …“. Denn dann hat das Buch dafür gesorgt, dass die kleinen Leser oder Zuhörer vor Lachen oder auch vor lauter vom Buch geweckter Abenteuerlust nicht in den Schlaf gefunden haben.

Nessie taucht an der Saale auf – MITTELDEUTSCHE ZEITUNG (26.02.2018)